" Jenseits von Richtung und Falsch

liegt ein Ort.

Dort treffen wir uns."

                                                                  Dschelal ed-Din Rumi

 

Mein Verständnis einer empathischen Haltung

Als ich selbst die Gewaltfreie Kommunikation kennengelernt habe, war ich begeistert. Begeistert davon, eine Möglichkeit zu erhalten mehr Klarheit über die Motive zu erlangen, welche meine eigene Sprache und mein eigenes Handeln begründen. Das "Zauberwort" heißt Bedürfnisse.                                                                  

Die Wirkung einer empathischen Haltung ist es, Verständnis und Kontakt zwischen Menschen herzustellen, in Verbindung miteinander zu sein:               

  • Bedürfnisse sind universell und somit eine Sprachebene, auf der wir einander verstehen können.                                
  • Gefühle sind unsere "Signallämpchen":  sie machen uns aufmerksam auf das, was gerade in uns lebendig ist,  welche Bedürfnis im Moment erfüllt oder nicht erfüllt sind.

"Was immer wir auch tun,

es ist das Schönste und Beste

das uns im Moment zur Verfügung steht,

um unsere Bedürfnisse zu erfüllen." 

                                                                                     M.B.R.  

Aus dieser Perspektive heraus ist es möglich, verschiedene Standpunkte darzulegen, Konflikten entgegenzuwirken oder auch für bestehende Konflikte Lösungen zu finden. 

 

Gerade im pflegerischem und sozialem Arbeitsfeld erlebe ich diese Methode als äußerst hilfreich und entlastend, professionell mit herausfordernden Situationen und Begegnungen, auch mit Wut und Ärger, umzugehen.              Auf diese Art und Weise ist verbale Deeskalation oftmals gut durchführbar.    Es bereitet den Weg dazu, mein Gegenüber in seinem Handeln besser zu verstehen.  Somit  ermöglicht sich für mich, einen anderen Blickwinkel auf den Augenblick zu erhalten.

Durch die Klarheit über die eigenen, wie auch die Bedürfnisse meines Gegenübers, sind schwierige Gegebenheiten besser zu meistern. Es lassen sich, sowohl für mich selbst, als auch für mein Gegenüber, verschiedene Möglichkeiten finden, wie sich z.B. schwierige Situationen und Missverständnisse in dem Moment klären lassen können.

 

" Gesagt heißt nicht gehört,

gehört heißt nicht verstanden,

verstanden heißt nicht einverstanden,

einverstanden heißt nicht umgesetzt."

Konrad Zacharias Lorenz (1903-1989)